Sommertheater in Stetten am kalten Markt

Stetten am kalten Markt, wir schreiben das Jahr 1999. die Gemeinde auf dem Heuberg feiert ihre 1200 jährige Existenz. Mit Ansprachen, Umzügen, mittelalterlichen Spielen, Ausstellungen und vor allem mit Theater.
„Stetten dem Himmel so nah“, so der Titel des eigens zum Jubiläum von Franz Xaver Ott geschriebenen Theaterstücks. Eine Stadt lässt theatralisch ihre Geschichte aufleben, bunt, brisant, volkstheatralisch, kritisch. Das ist, darüber sind sich alle einig, die außerordentliche Besonderheit im Jubiläumsjahr. Gespielt von ortsansässigen Laiendarstellern und unter professioneller Anleitung der Partner vom Lindenhoftheater in Melchingen wird die eigene Dorfgeschichte auf die Bühne gebracht. Insgesamt tummeln sich über 270 Mitwirkende in den Kulissen auf dem Rathausplatz, sie engagieren sich begeistert, spielen beherzt und ernten einen überwältigenden Zuspruch von Publikum und Fachwelt. Stetten dem Himmel so nah „eine Perle des Volkstheaters“ so schrieb der Reutlinger Generalanzeiger im Sommer 1999…
Der künstlerische Erfolg war so überzeugend, dass schnell über eine Fortsetzung der Theaterarbeit nachgedacht wurde. Die Verantwortlichen der Gemeinde knüpften eine zukunftsweisende Kooperation mit dem Theater Lindenhof. Dabei sollten die Säulen des Erfolgs: theatralische Aufarbeitung lokaler Stoffe, erarbeitet und gespielt von Stettener Bürgern und unter der Regie der Profis aus Melchingen auf dem Stettener Rathausplatz in Szene gesetzt, auch Weisung für zukünftige Projekte sein. Das Stettener Sommertheater ein einmaliges Modell in der Theaterlandschaft war geboren.

Es folgten weitere Projekte:

Sommer 2000
Wiederaufnahme von „Stetten dem Himmel so nah“

Sommer 2003
„Maientanz“, eine Ganovengeschichte zu einer Waffenschieberei Anfang der 90-er Jahre und deren skurriler Auflösung, die nicht nur in Stetten für Aufregung gesorgt hatte.

Sommer 2005
„Die Räuber“, ein burlesker Beitrag zum Schillerjahr. Schillers Räuber frech und volkstheatralisch von einer Wandertruppe in Szene gesetzt und an verschiedenen Plätzen im Ort gespielt.

Sommer 2007
Wenn's etwas gibt, gewaltiger als das Schicksal, so ist`s der Mut
„Der Luftikus- oder die Geheimaktion Natter“ ist ein Stück über Geschehnisse in Stetten zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Am 1. März 1945 startete hier, die Natter, die erste bemannte Rakete der Welt.

Sommer 2011
Mitten im Dorf
Ein Kaufhaus auf dem Land, zwischen Kirche und Gasthof. Ein reiches Angebot wie für die Stadt, eine Einrichtung wie von anno dazumal. Und Warenstapel bis unter die Decke. Lebenslänglich gesammelt.
Der Krämer, ein Junggeselle wie er im Buche steht, wirft nichts weg. Bewahrt alles auf: "s"könnt jo no ebber braucha". Geschäftlich gedacht: "ma könnt"s jo no verkaufa".

Sommer 2015
Weit vom Schuss und mittendrin!
Die Menschen eines kleinen, fern ab gelegenen Dorfes leben von ihrer Hände Arbeit und in wohlgeordneter Ruhe. Wäre da nicht die große Politik und der Lauf der Zeit.
Ein Truppenübungsplatz wird angesiedelt. Bautrupps ziehen in Windeseile Baracken hoch. Ingenieurteams und Generäle begutachten die Arbeiten und logieren im Dorfgasthaus. Der Großherzog kommt zur Besichtigung. Stadt und Land begegnen sich. Zuversicht und Hochgefühl macht sich breit. Kaufleute, Hoteliers, Journalisten und Fotografen reisen an. Die Zeitungen berichten. Und auch die knitzen Dorfbewohner wittern ein Geschäft. Es herrscht Goldgräberstimmung.


Weitere Informationen in Bild und Text über die Historie des Stettener Sommertheaters und über die Projekte der Zukunft finden sie auf den folgenden Seiten.

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